Lesetipps Romane

Diary of a Wimpy Kid Reihe
von Kinney, Jeff

Besprechung von Publishers Weekly: Der Mittelstufenschüler Greg Heffley führt Leser durch ein Schuljahr voller Drama. Gregs Mutter zwingt ihn, ein Tagebuch zu führen („Ich weiss was vorne drauf steht, aber als Mami rausgegangen ist, um dieses Ding zu kaufen, hab ich ihr extra gesagt, dass sie eins kaufen soll, wo ‚Tagebuch‘ nicht draufsteht“), und in diesem Tagebuch erzählt er in lockerem Stil von  täglichen Ereignissen und fügt seinen Erzählungen auch lustige Zeichnungen bei. Kinney hat eine Gabe für glaubhaften jugendlichen Dialog und Narration (z.B. „Erwarte jetzt nicht, dass ich so „Liebes Tagebuch das“ und „Liebes Tagebuch dies“ schein werde“), und die Zeichnungen dienen als komischer Gegensatz zu Gregs oft trockenem Humor. Gregs extrem begrenzte Wahrnehmung seiner Freunde und Familienmitglieder wird zu einer regelmäßigen Quelle von Witzen. Zum Beispiel, an Halloween verstecken sich Greg und sein bester Freund Rowley vor einigen Oberstufenschülern in dem Haus von Gregs Grossmutter. Sie verspotten die älteren Jungs, die wiederum das Haus der Grossmutter mit Klopapier bedecken. Greg schreibt in seinem Tagebuch, „Ich fühl mich schon etwas schlecht, weil es so aussah als würde es lange dauern, um das alles aufzuräumen. Aber andererseits ist Grossmutter im Ruhestand, und deswegen hatte sie heute wahrscheinlich sowieso nichts anderes vor.“ Kinney mokiert sich gekonnt über wohlbekannte Aspekte des Mittelstufenlebens, von den rätselhaften Quellen der Beliebtheit mancher Schüler zu dem Trauma der „Ringeneinheit“ im Sportunterricht.

Skellig
von Almond, David

Horn Book Review: Die Grenze zwischen Realität und Fantasie kann sehr schmal sein, und das Interval zwischen Leben und Tod noch schmaler. Michael wird sich dieser zwei Wahrheiten bewusst im Laufe dieser Erzählung, die mit dem Umzug seiner Familie in ein neues Haus beginnt. Zusätzlich zu den gewöhnlichen Ängsten, die solch einen Umzug begleiten, ist seine Familie mit seiner todkranken neugeborenen Schwester beschäftigt. Als Michael eine zerfallende Garage auf dem Grundstück seiner Familie erkundet, trifft er auf einen Fremden. Von der aller ersten Seite an lässt uns Almond wissen, dass wir auf etwas Unglaubliches gestossen sind. „Es war, als sei er ewig dagewesen. Er war dreckig und bleich und ausgetrocknet und ich dachte, er sei tod.“ Gleichzeitig von dem Fremden abgestossen und zu ihm hingezogen versucht Michael, ihn mit Nahrung und Medizin am Leben zu halten. Er trifft ein Nachbarsmädchen, Mina, das nur zu Hause unterrichtet worden ist, und das viel Wissen über Vögel und William Blake besitzt. Michael nimmt sie mit zu Skellig und zusammen bemerken sie die Flügel, die von seinen Schultern wachsen... Mina und Michael bringen Skellig auf einen Dachboden wo er sich von dem Aas ernährt, das ihm von zwei Eulen gebracht wird. Er tanzt einen mysteriösen Blake-haften Tanz mit den Kindern, und dann, vielleicht in einem Traum, besucht er das Baby im Krankenhaus und tanzt mit ihr. Sie überlebt, und Skellig verschwindet. Ist er ein Engel? Ein Eulenmann? Uns bleiben Rätsel deren Lösungen immer gerade ein bisschen aus unserer Reichweite bleiben.

Crispin: The Cross of Lead (Newbery winner)
von Avi

Horn Book Review: Fälschlich des Diebstahls beschuldet und zum „Wolfskopf“ erklärt (den jeder töten darf), flieht der bescheidene, fromme Crispin aus seinem feudalen Dorf. Er wird als Lehrling von einem reisenden Jongleur namens Bär angenommen und lernt über Musik und Mummsenschanz, über Freiheit und die Möglichkeit, das Schicksal in Frage zu stellen, und über seine eigene mysteriöse Herkunft. Avi hat eine Geschichte mit flottem Tempo und aufregenden Abenteuern geschrieben, die perfekt in die Zeit des 14. Jahrhunderts eingebettet ist.